Mariano Rinaldi Goni  (MAO)

Projekt "Walküren"

Parallel zu den Richard-Wagner-Festspielen im Juli 2006 findet in Berlin in der Galerie Deschler die erste Ausstellung der Werkreihe „Walküren“ statt. Unterstützt wird das Event von Hartmut Koschyk (MdB) und artMbassy.

Die Ausstellung wird flankiert von einer Klanginstallation des Künstlers in Zusammenarbeit mit Paolo Casalini (Rom). Außerdem präsentiert der Künstler ein Making-of der Serie mit „etymologischen Kisten“: werkbegleitenden linguistisch-graphischen Experimenten, Filmen, Lesungen und Vorträgen.

 

Dieses Ereignis ist der Auftakt zu einem Projekt, das über mehrere Jahre und an verschiedenen Orten – darunter Breslau, Reykjavik, Bergen, Bayreuth – fortgeführt werden soll.

 

Seit vielen Jahren setzt sich MAO in seinen Bildern mit Themen der nordisch-germanischen Mythologie und deren heidnischen Götterwelt auseinander. Seit 2004 gilt sein spezielles Interesse den Walküren, weiblichen Todesengeln, die als Botinnen des obersten Gottes Wotan gefallene Helden vom Schlachtfeld nach Walhall brachten. In einer Reihe von Werken zu dem Thema geht MAO über Wagners Behandlung des Stoffes hinaus, indem er auf die ursprünglichen Mythen in ihrem Gesamtkontext zurückgreift und sie in seiner persönlichen Lesart verarbeitet.

Seine visuell innovative Umsetzung des Stoffes macht ihn gerade für ein jüngeres Publikum interessant.

Es gilt, die komplexen Bezüge des Mythenstoffes zu klassischen und zeitgenössischen Themen und kulturellen Positionen zu kommunizieren und einem neuen Publikum zugänglich zu machen.